Aufgaben und Funktion der Haut

Die Haut schützt nicht nur vor schädlichen Umwelteinflüssen, sondern ist auch das größte Organ unseres Körpers und ist für die Sinneswahrnehmung wichtig. Über die Haut nehmen wir Berührung oder Temperaturreize wahr. Die Haut ist zudem an der Regulierung unseres Wärmehaushalts beteiligt, und über die Haut schwitzen wir oder bekommen Gänsehaut bei Kälte.

Die Haut steht dabei in einem ständigen Austausch mit der Außenwelt. Sie kann Stoffe aufnehmen und Wasser, Fette oder Salze speichern, und auf der anderen Seite auch Stoffe abgeben und Stoffwechselprodukte ausscheiden.

Wichtige Funktionen der Haut

1. Schutzbarriere

Die Haut ist unsere äußere Hülle und stellt eine schützende Barriere zwischen unserem Körper und der Umwelt dar. Die Hornschicht der Haut besitzt einen sogenannten natürlichen Säureschutzmantel, mit einem pH-Wert (Maß für den Säuregehalt) von etwa 5,5. Er schützt den Körper vor äußeren Reizen und ein intakter Säureschutzmantel ist wichtig, um das Eindringen von Krankheitserregern in die Haut zu verhindern.

Um Schäden durch UV-Strahlung zu verringern, gibt es spezielle Pigmentzellen in der obersten Hautschicht. Eine weitere Funktion der Haut ist der Schutz vor Wasserverlust. Dabei hilft die spezielle Zusammensetzung der Haut mit Stoffen, die den Feuchtigkeitsverlust reduzieren.

2. Temperaturregulation

Die Haut ist an der Regulation der Körpertemperatur beteiligt. Sie kann Wärme abgeben, beispielsweise durch die Verdunstung beim Schwitzen. Einen Schutz vor Kälte bietet das Unterhautfettgewebe, das als Wärmespeicher dient. Durch eine verminderte Durchblutung der Haut bei Kälte wird der Wärmeverlust ebenfalls reduziert.

3. Stoffaustausch

Aufnahme: Die Haut kann Wasser, Fett oder andere Stoffe von außen aufnehmen. Das gilt beispielsweise für auf die Haut aufgetragene Medikamente. Die Wirkstoffe aus Salben und Cremes werden über die Haut aufgenommen.

Ausscheidung: Die Haut ist ebenfalls ein Ausscheidungsorgan. Durch die Abgabe von Wasser und Salzen (z.B. durch Verdunstung beim Schwitzen) ist die Haut an der Steuerung des Mineralstoffhaushalts beteiligt.

4. Vitamin D Produktion

Der Körper benötigt Vitamin D für verschiedenste Vorgänge. Es spielt eine wichtige Rolle für den Calciumhaushalt und unseren Knochenstoffwechsel. Vitamin D wird nur zu kleinen Teilen mit der Nahrung aufgenommen, der größte Teil wird mithilfe von Sonnenlicht in der Haut gebildet. Wenn UV-Strahlung auf die Haut trifft, wird über mehrere Zwischenstufen die Produktion des Vitamins angeregt.

Wichtig:

Zu viel Sonne kann Hautschäden bis hin zu Hautkrebs auslösen. Der Aufenthalt in der Sonne sollte darum zeitlich begrenzt sein und sich an der Eigenschutzzeit der Haut orientieren. Mehr zum Thema Sonnenschutz bei Neurodermitis findest Du hier.

5. Sinneswahrnehmung

Mit der Haut nehmen wir zahlreiche Reize wahr. Dafür gibt es in der Haut verschiedene Sensoren, die Druck-, Temperatur- oder Schmerzreize wahrnehmen und an die Nerven weiterleiten. An manchen Stellen, z.B. an den Fingern oder im Gesicht gibt es besonders viele Sinnesrezeptoren und wir können bereits feinste Reize wahrnehmen. Die wahrgenommenen Reize werden in elektrische Impulse umgewandelt und entlang der Nervenfasern zum Gehirn weitergeleitet.

Zusammenspiel zwischen Haut und Psyche

Der Zustand der Haut kann außerdem in bedeutendem Ausmaß unser Wohlbefinden beeinflussen. Die Haut wird oft als Spiegel unserer Seele bezeichnet und offenbart oftmals unsere Gefühle. Verschiedenste Empfindungen zeigen sich an der Haut. Beispielsweise erröten wir bei Scham, Angst verursacht eine Gänsehaut oder treibt uns den Schweiß ins Gesicht.

Zwischen Haut und Psyche gibt es zahlreiche Verbindungen und die Forschung beschäftigt sich seit einigen Jahren vermehrt mit der Frage, welche Rolle psychische Faktoren für die Hautgesundheit spielen. Mehr über den Zusammenhang zwischen Haut und Psyche kannst Du hier nachlesen.

Quellen:

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