Diese Pollen fliegen schon jetzt im Januar

Der Jahreswechsel 2023 wurde von erschreckend hohen Temperaturen begleitet. An Silvester hatten 20 Grad in südlichen Teilen Deutschlands den Rekord der wärmsten Wetteraufzeichnung zum Ende des Jahres geknackt. Auch seit Beginn des neuen Jahres hielt es sich ungewöhnlich mild. Dies schlägt sich nun auf die Natur aus: Milde Winter führen zu einem außergewöhnlich frühen Beginn der Pollensaison

Hasel blüht bereits jetzt

Menschen, die unter Allergien leiden, bekommen bei solch milden Wintern kaum eine Pause. Bereits seit Anfang Januar meldet das Allergiezentrum Schweiz eine mäßige Belastung durch Haselpollen. Auch im Südwesten Deutschlands, wie in Rheinland-Pfalz fliegt bereits Hasel und vereinzelt Erle. Die Hasel gehört zu den Frühblühern und blüht heutzutage etwa einen Monat früher als noch vor 30 Jahren. Am stärksten ist die Pollenbelastung allerdings im März und April.  

Wann und wo fliegen welche Pollen?

Verschiedenste Wetterdienste informieren über den aktuellen Pollenflug und über die Pollenflug-Vorhersage. Zum Beispiel stellt der Deutsche Wetterdienst (DWD) das Tool “DWD Pollenprognose” zur Verfügung. 

Besonders in der Heuschnupfen-Hochsaison kann eine Auszeit wichtig sein. Wenn möglich, plane Deinen Urlaub in einer pollenarmen Region. Zum Beispiel fliegen in den Bergen ab ca. 2000 Höhenmetern kaum noch Pollen. Auch am Meer ist die Belastung geringer.

Auch Erle blüht bereits im Januar

Allergietabletten lindern Symptome 

Expert*innen raten, bereits jetzt Medikamente gegen die Allergie-Symptome zu nehmen. Sehr häufig werden zur symptomatischen Behandlung von Pollenallergien Antihistaminika eingesetzt. Wie der Name schon vermuten lässt, blockieren diese Medikamente bestimmte Rezeptoren und verringern dadurch die Wirkung des Entzündungsbotenstoffs Histamin. 

Antihistaminika können auf verschiedene Arten eingesetzt werden. Zum Beispiel in Form von Nasensprays und Augentropfen. Werden Antihistaminika als Tabletten eingenommen, erweisen sich Wirkstoffe der zweiten Generation sinnvoll. Diese neueren Allergietabletten machen nämlich kaum müde.

Biologika kommen bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis, Astma oder chronischer Rhinosinusitis zum Einsatz. Sie unterdrücken auch die allergischen Reaktionen, bei denen es zum Heuschnupfen kommt.

Erkundige Dich nach Hyposensibilisierung 

Es gibt einige Möglichkeiten, den Alltag trotz der Pollensaison erträglicher zu machen. Wichtig ist dabei zu beachten, dass diese Tipps meist nur begleitend zu einer medizinischen Behandlung empfohlen werden. Sie können also keine Immuntherapie (Hyposensibilisierung) ersetzen, bei der der Körper über zwei bis drei Jahre lernt, mit den Allergenen normal umzugehen. 

Hyposensibilisierungen werden zumeist im Herbst oder Winter begonnen. Es gibt aber auch Präparate, mit denen die Immuntherapie flexibler im Jahr gestartet werden kann. Erkundige Dich bei Deinem Arzt oder Deiner Ärztin, welche Art der Immuntherapie für Dich infrage kommt. 

Quellen:

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