Entzündung – was ist das?

Neurodermitis ist eine entzündliche Hauterkrankung. Aber was heißt Entzündung eigentlich genau? Es gibt wohl kaum jemanden, der das Wort Entzündung noch nie gehört hat. Dennoch wissen viele nicht, was sich eigentlich genau hinter dem Begriff verbirgt.

Eine Entzündung ist zunächst einmal eine Reaktion des Immunsystems auf einen Reiz. Das können Infektionen, innere Erkrankungen oder allergische Reaktionen sein. Aber eben auch Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Neurodermitis oder andere Arten von Ekzemen. Was bei einer Entzündungsreaktion im Körper genau abläuft, erfährst Du in diesem Artikel.

Ursachen einer Entzündung

Eine Entzündung entsteht als Reaktion des Immunsystems auf einen Reiz oder Auslöser. Als Ursache kommen beispielsweise folgende Auslöser in Frage:

  • Bakterien, Pilze, Viren
  • Wunden, Kratzer oder Fremdkörper (z.B. Dorn im Finger)
  • chemische oder physikalische Einflüsse (z.B. Verbrennungen, Verätzungen)
  • Allergene, z.B. Pollen oder Tierhaare
  • Fehlregulierung des Immunsystems, z.B. bei Neurodermitis
  • innere Ursachen, z.B. Fettablagerungen in den Blutgefäßen

Entzündungszeichen

Bei einer Entzündung treten die klassischen Entzündungszeichen auf. Insgesamt gibt es fünf:

  • Wärme
  • Rötung
  • Schwellung
  • Schmerzen
  • eine gestörte Funktion, z.B gestörte Beweglichkeit eines Gelenks

Die Entzündungsreaktion soll dazu dienen, die Gefahren zu begrenzen, sie abzuwehren und entstandenen Schaden zu reparieren. Je nach Stärke und Art der Entzündung können diese Zeichen unterschiedlich ausgeprägt sein und variieren.

Was passiert bei einer Entzündung?

Wenn eine Entzündung auftritt, laufen eine Reihe von Reaktionen im Körper ab. Abhängig von der Ursache und der betroffenen Körperstelle gibt es verschiedene Entzündungsformen. Die Abläufe der Entzündungsreaktion sind jedoch im Prinzip stets ähnlich:

  • Ausschütten von Botenstoffen des Immunsystems
  • Gefäßerweiterung und vermehrter Blutdurchfluss
  • verstärkte Durchlässigkeit der Blutgefäße
  • Einwandern von weißen Blutkörperchen

Freisetzung von Entzündungsbotenstoffen

An der betroffenen Stelle setzt das Immunsystem bestimmte Botenstoffe frei, die die Entzündungsreaktion steuern. zu diesen Botenstoffen gehören beispielsweise Gewebshormone, Histamin und sogenannte Zytokine, die auf verschiedene Immunzellen und Organe wirken. Sie weiten die Blutgefäße, damit mehr Blut die Stelle erreicht. Dadurch entsteht die Rötung und Wärme.

Eingrenzung der Gefahr und Reparatur

Die Wände der Blutgefäße werden außerdem durchlässiger, sodass Immunzellen leichter in das betroffene Gewebe gelangen. Zahlreiche Abwehrzellen und weiße Blutkörperchen wandern an den Ort des Geschehens und das Gewebe schwillt an. Die weißen Blutkörperchen arbeiten gemeinsam mit sogenannten Fresszellen daran, die Gefahr einzugrenzen und an der Ausbreitung zu hindern.

Die Botenstoffe des Immunsystems sorgen nun dafür, dass die Heilung beginnt. Der Heilungsprozess verläuft über ein gefäßreiches Bindegewebe (Granulationsgewebe), das mit der Zeit Stück für Stück durch das ursprüngliche Gewebe bzw. Narbengewebe ersetzt wird.

Akute und chronische Entzündung

Wenn die Entzündung auf eine Körperstelle begrenzt ist, spricht man von einer lokalen Entzündungsreaktion. Eine Entzündung kann aber auch an mehreren Stellen oder im gesamten Körper auftreten.

Die Entzündung hört auf, wenn die Ursache beseitigt und das betroffene Gewebe repariert ist. Dies kann ebenfalls je nach Ausmaß der Entzündung unterschiedlich schnell sein. In der Regel findet das Abheilen der Entzündung über einen längeren Zeitraum statt. Am Ende kann die vollständige Abheilung stehen oder eine Narbe an der Stelle, an der die Entzündung stattgefunden hat.

Wenn es dem Körper nicht gelingt, die Gefahr zu beseitigen und die Entzündung nicht abheilt, kann sie sich ausbreiten und es kann zu einer chronischen Entzündung kommen. Dies ist beispielsweise auch bei Neurodermitis der Fall.

Quellen:

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