Nachhaltige Hautpflegeroutine als Basistherapie bei Neurodermitis

Ein kleiner Leitfaden zur richtigen Produktwahl

Die Neurodermitis-Haut ist durchlässiger und empfindlicher als die Haut eines hautgesunden Menschen. Medizinisch betrachtet spricht man hier von einem Barrieredefekt. Wie kommt dieser Defekt zustande?

Neurodermitis geht mit einem Mangel an wichtigen Hautfetten einher. Die Haut verliert durch diesen fehlenden Schutz permanent mehr Feuchtigkeit und trocknet schneller aus. Somit ist es wichtig, dass eine hautpflegende Basistherapie auch in beschwerdefreien Intervallen zur täglichen Routine gehört. Als Grundlage dieser Neurodermitis-Pflegeroutine dient die dermatologische Regel: „Feucht auf feucht – Fett auf trocken.“. Dies bedeutet: Trockene Haut benötigt eher eine gehaltvolle, fettende Pflege – wohingegen entzündliche, gegebenenfalls nässende Neurodermitis-Areale vor allen Dingen auf eine feuchtigkeitsspendende Pflege angewiesen sind. Hieraus wird ersichtlich, dass es für die Wahl der Basispflegeprodukte zunächst wichtig ist, welche Areale gepflegt werden sollen bzw. in welchem Zustand sich die Haut aktuell befindet (= akuter Neurodermitisschub oder vorbeugende Pflege zur nachhaltigen Stärkung der Hautbarriere?). Je geröteter die betroffenen Neurodermitis-Hautareale in Akutphasen sind, desto weniger fetthaltig sollte die Basispflege sein.

Eine kontinuierliche Neurodermitis-Basistherapie ist unabdingbar zur nachhaltigen Stärkung der strapazierten Hautbarriere

Regulierende Inhaltsstoffe und deren Wirkungsweise:

Achte bei der Wahl von Basistherapeutika auf folgende Inhaltsstoffe:

Allantoin: Bewirkt eine Beschleunigung des Zellaufbaus, fördert die Zellregeneration und wirkt hautberuhigend. Die Wundheilung wird angekurbelt.

(alpha-)Bisabolol: Wirkt entzündungshemmend, wird zur Hautregulation und Wundheilung eingesetzt.

Lipide: Die ohnehin mit weniger epidermalen Lipiden ausgestattete Neurodermitiker-Haut kann beim Waschen zusätzlich ausgelaugt und dadurch gereizt werden. Therapeutika mit rückfettenden Lipiden gleichen diesen Mangel aus. Sie wirken rückfettend und stärken so die strapazierte Hautbarriere.

Nachtkerzenöl: Dieses pflegende Öl hat einen hohen Anteil an essentiellen Fettsäuren. Es liefert unter anderem einen hohen Anteil an Gamma-Linolensäure, welche der Körper bei Neurodermitis nicht selbsttätig umwandeln kann. Nachtkerzenöl fördert die Regeneration, wirkt rückfettend und stärkt so ebenfalls den hauteigenen Barriereschutz. Übrigens auch als oral eigenommenes Präparat wirksam und regulierend.

Niacinamid: Bekämpft in Akutphasen den typischen Neurodermitis Juckreiz und stärkt die Hautbarriere.

Panthenol (Provitamin B5): Unterstützt den hauteigenen Regenerationsprozess und wirkt entzündungshemmend sowie stark feuchtigkeitsregulierend.

Urea: Wirksamer, antiseptischer Feuchtigkeitsspender in der Neurodermitis-Hautpflege.

Therapeutika wie Kortison sowie die etwas innovativeren, sensitiveren Calcineurin-Antagonisten, sollten optimalerweise nur sehr kurzzeitig und mit Bedacht in ausgeprägten Akutphasen zum Einsatz kommen. Kortison bewirkt beispielsweise langfristig eingesetzt ein Verdünnen der Epidermis, was die Kontraproduktivität beim langfristigen Einsatz verdeutlicht.

Beachte bei der Auswahl der optimalen Hautpflege, dass es „Die Eine“ Wundercreme leider nicht gibt. Jeder Mensch ist auch hier ein Individuum und die tägliche Neurodermitis-Basistherapie sollte somit stets an die jeweiligen Bedürfnisse sowie an den aktuellen Hautzustand angepasst werden.

Weitere Tipps zur Wahl des Basistherapeutika bei Neurodermitis:

  • Verzichte auf Kontaktallergene wie beispielsweise Duftstoffe, Wollwachs und Cetylstearinalkohole, als auch auf Paraffin. Diese Stoffe wirken austrocknend. Auch hochallergene Nahrungsmittelproteine, unter anderem aus Soja, Milchprodukten und Weizen sollten nicht nur in der täglichen Ernährung vermieden, sondern auch als Inhaltstoff aus der Basispflege ausgeklammert werden.
  • Passe die Hautpflege stets an den Entzündungsgrad der Haut an.
  • Trage die täglichen Pflegeprodukte nicht zu dünn auf. Die hierdurch erzeugte Reibung könnte schlimmstenfalls mehr reizen, als regulierend wirken. Rituale wie beispielsweise eine Eincreme-Massage mit ausreichend Creme wirken hingegen beruhigend und lindernd.
  • Fazit: Eine umsichtige, tägliche Neurodermitis Basistherapie wirkt regulierend und stärkend und sorgt somit langfristig für mehr Wohlbefinden.

    Alles Liebe für euch!

    Wie Du eine Wet Wrap Therapy richtig anwendest, siehst Du Hier.

    Mehr zur täglichen Neurodermitis-Behandlung findest Du Hier

    Mehr zur Hautpflege von Innen erfährst du Hier

    Ein kleiner Leitfaden zur richtigen Produktwahl

    Die Neurodermitis-Haut ist durchlässiger und empfindlicher als die Haut eines hautgesunden Menschen. Medizinisch betrachtet spricht man hier von einem Barrieredefekt. Wie kommt dieser Defekt zustande?

    Neurodermitis geht mit einem Mangel an wichtigen Hautfetten einher. Die Haut verliert durch diesen fehlenden Schutz permanent mehr Feuchtigkeit und trocknet schneller aus. Somit ist es wichtig, dass eine hautpflegende Basistherapie auch in beschwerdefreien Intervallen zur täglichen Routine gehört. Als Grundlage dieser Neurodermitis-Pflegeroutine dient die dermatologische Regel: „Feucht auf feucht – Fett auf trocken.“. Dies bedeutet: Trockene Haut benötigt eher eine gehaltvolle, fettende Pflege – wohingegen entzündliche, gegebenenfalls nässende Neurodermitis-Areale vor allen Dingen auf eine feuchtigkeitsspendende Pflege angewiesen sind. Hieraus wird ersichtlich, dass es für die Wahl der Basispflegeprodukte zunächst wichtig ist, welche Areale gepflegt werden sollen bzw. in welchem Zustand sich die Haut aktuell befindet (= akuter Neurodermitisschub oder vorbeugende Pflege zur nachhaltigen Stärkung der Hautbarriere?). Je geröteter die betroffenen Neurodermitis-Hautareale in Akutphasen sind, desto weniger fetthaltig sollte die Basispflege sein.

    Eine kontinuierliche Neurodermitis-Basistherapie ist unabdingbar zur nachhaltigen Stärkung der strapazierten Hautbarriere

    Regulierende Inhaltsstoffe und deren Wirkungsweise:

    Achte bei der Wahl von Basistherapeutika auf folgende Inhaltsstoffe:

    Allantoin: Bewirkt eine Beschleunigung des Zellaufbaus, fördert die Zellregeneration und wirkt hautberuhigend. Die Wundheilung wird angekurbelt.

    (alpha-)Bisabolol: Wirkt entzündungshemmend, wird zur Hautregulation und Wundheilung eingesetzt.

    Lipide: Die ohnehin mit weniger epidermalen Lipiden ausgestattete Neurodermitiker-Haut kann beim Waschen zusätzlich ausgelaugt und dadurch gereizt werden. Therapeutika mit rückfettenden Lipiden gleichen diesen Mangel aus. Sie wirken rückfettend und stärken so die strapazierte Hautbarriere.

    Nachtkerzenöl: Dieses pflegende Öl hat einen hohen Anteil an essentiellen Fettsäuren. Es liefert unter anderem einen hohen Anteil an Gamma-Linolensäure, welche der Körper bei Neurodermitis nicht selbsttätig umwandeln kann. Nachtkerzenöl fördert die Regeneration, wirkt rückfettend und stärkt so ebenfalls den hauteigenen Barriereschutz. Übrigens auch als oral eigenommenes Präparat wirksam und regulierend.

    Niacinamid: Bekämpft in Akutphasen den typischen Neurodermitis Juckreiz und stärkt die Hautbarriere.

    Panthenol (Provitamin B5): Unterstützt den hauteigenen Regenerationsprozess und wirkt entzündungshemmend sowie stark feuchtigkeitsregulierend.

    Urea: Wirksamer, antiseptischer Feuchtigkeitsspender in der Neurodermitis-Hautpflege.

    Therapeutika wie Kortison sowie die etwas innovativeren, sensitiveren Calcineurin-Antagonisten, sollten optimalerweise nur sehr kurzzeitig und mit Bedacht in ausgeprägten Akutphasen zum Einsatz kommen. Kortison bewirkt beispielsweise langfristig eingesetzt ein Verdünnen der Epidermis, was die Kontraproduktivität beim langfristigen Einsatz verdeutlicht.

    Beachte bei der Auswahl der optimalen Hautpflege, dass es „Die Eine“ Wundercreme leider nicht gibt. Jeder Mensch ist auch hier ein Individuum und die tägliche Neurodermitis-Basistherapie sollte somit stets an die jeweiligen Bedürfnisse sowie an den aktuellen Hautzustand angepasst werden.

    Weitere Tipps zur Wahl des Basistherapeutika bei Neurodermitis:

    • Verzichte auf Kontaktallergene wie beispielsweise Duftstoffe, Wollwachs und Cetylstearinalkohole, als auch auf Paraffin. Diese Stoffe wirken austrocknend. Auch hochallergene Nahrungsmittelproteine, unter anderem aus Soja, Milchprodukten und Weizen sollten nicht nur in der täglichen Ernährung vermieden, sondern auch als Inhaltstoff aus der Basispflege ausgeklammert werden.
    • Passe die Hautpflege stets an den Entzündungsgrad der Haut an.
    • Trage die täglichen Pflegeprodukte nicht zu dünn auf. Die hierdurch erzeugte Reibung könnte schlimmstenfalls mehr reizen, als regulierend wirken. Rituale wie beispielsweise eine Eincreme-Massage mit ausreichend Creme wirken hingegen beruhigend und lindernd.

    Fazit: Eine umsichtige, tägliche Neurodermitis Basistherapie wirkt regulierend und stärkend und sorgt somit langfristig für mehr Wohlbefinden.

    Alles Liebe für euch!

    Wie Du eine Wet Wrap Therapy richtig anwendest, siehst Du Hier.

    Mehr zur täglichen Neurodermitis-Behandlung findest Du Hier

    Mehr zur Hautpflege von Innen erfährst du Hier

    Nia

    Deine Neurodermitis-Helferin

    Leave a comment

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.