Winter: Hochsaison für Neurodermitis?

Neurodermitis winter

Der Winter kann für Neurodermitis-Betroffene eine echte Herausforderung sein. Im Winter verändert sich die Barrierefunktion der Haut. Grund dafür ist, dass die Talgdrüsen der Haut bei niedrigen Außentemperaturen die Produktion von Talg reduzieren. Hinzukommt der Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen in Kombination mit trockener Heizungsluft, die dafür sorgen, dass unsere Haut gestresst wird und austrocknet, wenn sie nicht richtig gepflegt wird.

Wir haben unsere Co-Gründerin und Dermatologin Dr. Reem Alneebari gefragt, was ihre Tipps sind, um gut auf diese Jahreszeit vorbereitet zu sein.

Tipps von Dr. Reem Alneebari

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Hallo Reem. Was würdest Du Neurodermitis-Betroffenen für die Wintermonate raten?

Wichtig ist, die Haut im Winter richtig zu pflegen. Dazu würde ich raten, die Haut regelmäßig mit dickeren Cremes und Salben einzucremen.

Okay, das klingt sinnvoll. Und was sollte man auf jeden Fall vermeiden?

Was ich Neurodermitis-Betroffenen in den Winter-Monaten raten würde, ist, heiße Duschen zu vermeiden. Zu heißes Wasser kann die Haut zu sehr reizen und den Juckreiz begünstigen.

Wie schade, dabei sind heiße Duschen im Winter so verlockend…

Ja, aber zu heiße Duschen sind wirklich nicht zu empfehlen. Genauso verhält es sich mit zu stark aufgeheizten Räumen. Durch das Aufheizen wird die Raumluft sehr trocken, was der Haut die Feuchtigkeit entziehen kann. Luftbefeuchter sind super. So kann der trockenen Heizungsluft etwas entgegengesetzt werden.

Wir haben im Sommer schon einen Blogbeitrag veröffentlicht, wo es unter anderem um die richtige Kleidung ging. Wie sieht es bei Winterkleidung aus?

Auch hier kann man mit der richtigen Kleidung etwas für die Haut tun. Neurodermitis-Betroffene sollten kratzige Materialien mit rauer Oberfläche meiden. Zum Beispiel tierische Wolle, die auch Allergien auslösen kann.

Bevor wir zum Ende kommen, habe ich noch eine Frage von einer Nia Nutzerin zum Thema Vitamin D. Das ist vielleicht gerade in der dunklen Jahreszeit interessant. Die Frage war: Hilft Vitamin D bei Neurodermitis?

Das ist eine interessante Frage, aber schwierig so pauschal zu beantworten. Vitamin-D-Mangel kann ein potentieller Risikofaktor bei Infektionen, allergischen Krankheiten und chronischen Erkrankungen sein. Vitamin-D ist wichtig für die Haut und die Proteine, die für die Hautbarrierefunktion notwendig sind. Das deutet darauf hin, dass Vitamin-D bei Neurodermitis eine Rolle spielen und die Wahrscheinlichkeit einer Infektion reduzieren kann. Ob eine Supplementierung von Vitamin D sinnvoll ist, sollte individuell mit dem/der behandelnden Dermatolog/in zusammen entschieden werden.

Hast Du zum Abschluss noch einen wichtigen Tipp?

Ja! Vermeidet Stress. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Aber die Weihnachtszeit kommt immer näher und auch positiver Stress vor den Feiertagen kann einen Neurodermitis-Schub begünstigen.

Willst Du einen zweiten Teil und weitere Tipps und Tricks? Folge unserem Newsletter.

INFO

Wir möchten nochmal deutlich machen, dass nicht jeder Tipp für jeden Betroffenen geeignet ist und hilft. Es handelt sich lediglich um allgemeine Informationen und Hinweise. Wenn Du oder Dein Kind starke Probleme haben, bespreche das bitte mit dem/der behandelnden Arzt/Ärztin.

Über Nia

Die preisgekrönte Neurodermitis-App Nia, bietet bereits tausenden Patienten und Angehörigen in Deutschland, der Schweiz und Österreich tägliche Unterstützung. Nia ist inzwischen die meistgenutzte Neurodermitis-App im deutschsprachigen Raum. Außerdem ist Nia die erste als Medizinprodukt zugelassene Neurodermitis-App überhaupt. Die Dokumentation des Hautzustandes mit klinisch validierten Scores, das Identifizieren von Schub-Auslösern sowie die zur Verfügung gestellten Artikel und Videos auf Basis des validierten AGNES Curriculums, sind die Hauptfunktionen der App.

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